toll, dass ich so was noch mal lesen darf!

 

toll, dass ich so was noch mal lesen darf!

 

am besten packe ich das textende gleich an seinen anfang, bevor ich mich in unnötigen einzelheiten verliere: es ist ganz grosse klasse!

 

es ist voller autos und grandioser texte dazu. es ist wie – ja, vergleiche hinken, aber ohne die kann ich halt nichts erklären – es ist wie – nein, es ist nicht so gross wie selber fahren, das kann es nicht sein, denn das ist für benzingetränkte stammhirne nunmal der alleinständig höchste gipfel aller glückseligkeit - es ist wie wenn dein allerbester kumpel, den du seit ewigkeiten kennst, der ein pfundskerl ist und den du so schätzt, weil er dir so ähnlich ist, nur viel besser halt - es ist also, wie wenn dir dieser allerbeste kumpel davon erzählt, wie es war, als er selber gefahren ist. und das beste: dein kumpel hat richtig ahnung, weiss, was wirklich gut und wichtig ist. und das sagt er dir.

es ist ein neues automagazin; heisst topgear deutschland.

 

und jetzt die unnötigen einzelheiten: ich hab´s mir gekauft, gleich am ersten erscheinungstag. obwohl ich seit jahren keine autozeitungen mehr kaufe. hätte ich auch nicht gemacht, wenn ich nicht gewusst hätte, dass der streetsurfende clemens gleich, der mit seiner schreibe immer den kern der sachen und meistens auch meine seelenlage trifft, was damit zu tun hat.

 

als vor einigen jahren topgear das erste mal über meinen bildschirm flimmerte, ging es mir wie uns allen: ich war völlig baff von all den abgetickten und skurrilen geschichten, die mir da gezeigt wurden. der sendeplatz war von nun an fest in meinem alltag verankert, wir sprachen darüber beim stammtisch.

 

irgendwann kam aber keine neue folge mehr. gerüchteweise hörte ich, der grosse mit dem bierbauch, jeremy clarkson, habe einen schweren unfall mit einem rennwagen gehabt. und wie immer, wenn etwas keine muschi aus echtem fleisch und blut zum selbst dranfassen oder keinen realen zerknalltriebling zum selber davon explodieren hat, rutschte mir die erinnerung an die sendung irgendwann in eine meiner vielen gedächtnislücken.

 

topgear flimmert wieder, mittlerweile. ab und zu schaue ich mir auch eine folge an, das ganz grosse angetickertsein von damals stellt sich aber nicht mehr ein. im laufe der zeit nudelt sich offensichtlich wirklich alles ein bisschen ab; damit ich nicht falsch verstanden werde: noch immer finde ich die sendung ziemlich gut und besser als das meiste, was seither in der richtung von deutschen fernsehsendern versucht wurde.

 

jetzt also topgear auf papier. dass es eine englischsprachige ausgabe gibt, wusste ich nicht, ich hatte keine ahnung, was ich zu erwarten habe.

was ich vorfinde macht mich wiederum baff: bereits der erste artikel haut mich hin und weg; ich denke, noch so ein text, dann habt ihr mich - und dann kommen schlag auf schlag nur derartig feine texte und wunderbare geschichten, die mich davonfliessen lassen in eine wunderbare welt voller angetriebener räder. ich lese sie einfach hintereinander weg, lasse mich von ihnen überraschen, bin verblüfft, angetan, begeistert. begeistert. ich bin sehr, sehr begeistert.

da ist nichts abgedroschenes drin, nichts plattes. nichts anbiederndes. nichts von dem öden unterton "ich verkauf der was und ausserdem verkauf ich dich für dumm" wie man ihn in automagazinen erwartet. da sind nur beste kumpels drin.

toll, dass ich so was noch mal lesen darf!

 

http://www.topgear-deutschland.de/

 

 

 

 

 

 

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"riding shouldn't be about electronics, the limit is yours and yours only" (simon crafar)