da es nicht regnete, stürzte ich. probierfahrt mit einer polo mohawk sympatex jacke.

da es nicht regnete, stürzte ich.

probierfahrt mit einer polo drive mohawk sympatex jacke

 

 

 

 

 

neulich las ich, was ich weiss: blogger werden eingeladen, um kostenlos geile sachen zu machen; dazu gehört auch das fahren von motorrädern, manchmal sogar in brandneuen klamotten. was gut ist, für die blogger. und für mich, den leser der blogs, sofern die eingeladenen achtbare fahrer sind, die wissen, worauf es ankommt und mich daran teilhaben lassen; um so besser, wenn sie das dann auch noch mit ein paar unterhaltsamen sätzen hinkriegen.

 

deshalb ist für mich nachvollziehbar, dass nicht alle blogger in den genuss kommen, für mau durch herrliche landschaften zu brettern – aber selbst für einen wie mich, der sich mit falscher orthographie ahnungslos durch randständige themen schreibt, gibt es was zum ausprobieren, auch für ganz umsonst:

die drive mohawk sympatex testfahrerjacke von polo.

 

sie hat die richtige farbe, denn sie ist schwarz. sie hat einen büffellederbesatz im schulter– und armbereich. was gut klingt und auch so aussieht. in der grösse m passt sie mir perfekt.

ich nehme sie mit, für ein verlängertes wochende auf dem motorrad; nicht zum testen, das nämlich kann ich nicht, im unterschied zu einer institution wie der stiftung warentest, sondern um sie, diesen allenthalben verbrauchten begriff achtsam aussen vor lassend, einfach nur: auszuprobieren.

 

es ist frisch. das thermosteppfutter bleibt also drin. bereits nach den ersten kilometern stelle ich fest, dass hier winddicht, das soll sie nämlich sein, nicht das selbe winddicht ist wie bei meiner lederjacke; es strömt reichlich kalte luft durch`s textil. meine eigene textiljacke (dynamics) kann das nicht besser, die rukka, die ich mal ausprobierte, schon.

 

ansonsten fühle ich mich wohl in der jacke, nichts stört, nichts kneift.

praktisch ist, dass sich, beim anziehen der handschuhe, deren stulpen zunächst nur über die wollbündchen der jackenärmel ziehen lassen, während das äussere material der ärmel zurückgeklappt ist. das anschliessende nach-vorne-klappen der äussern ärmel über die stulpen ist aber dann doch noch ein bisschen fummelig, weil keine richtige klappkante in den ärmeln definiert ist. meine eigene jacke kann so etwas gar nicht, bei der bereits angesprochenen rukka klappte das dank einer solchen kante perfekt.

und noch eine krittelei – die öffnung der jackeninnentasche ist etwas zu hoch, meinen arm musste ich ungelenk verrenken, um an der tanke das portemonnaie daraus hervor zu zerren.

 

zu einer - laut produktbeschreibung - 100% wasserdichten jacke sollte, selbst bei einer nicht analytischen probierfahrt, eigentlich auch das fahren bei regen gehören. weil es aber trotz dunkelwolken verhangener himmel partout nicht regnete, stürzte ich. zwischen 80 und 100 km/h dürfte ich zum zeitpunkt des sturzes schnell gewesen sein. 4,5,6 meter rutschte ich über den asphalt. den sturz hat die jacke nicht unbeschadet überstanden, wohl aber, das wesentliche, meine kostbare haut. das äussere (cordurarippstop-)gewebe des linken jackenarms war auf-, aber nicht durchgerissen, schürfwunden blieben mir erspart (die habe ich mir dafür an der hand zugezogen, der vanucci-handschuh riss an einer naht auf).

 

ein foto von der zerstürzten jacke zu machen, habe ich leider versäumt; am unfallort selbst war ich zu sehr mit dem einsammeln der diversen motorradteile und dem zurechtrücken meiner gliedmassen beschäftigt, aber auch beim zurückgeben der jacke habe ich nicht daran gedacht. das übrigens fluffig vonstatten ging, ich musste der madame am polo-tresen nur erklären, was passiert war; bedenkliche blicke, vorhaltungen oder ansprüche an mich gab es keine.

 

zur, zumindest für polo, kardinalen frage, ob ich mir eine drive mohawk – jacke kaufen würde? unterstellt, dass sie wirklich richtig wasserdicht ist. nein. nicht zu dem preis von € 289,00. vielleicht, vielleicht bei einer „25% auf alles“ polo-rabatt aktion, um dann das ersparte geld noch in eine winddichte softschelljacke zum drunterziehen zu investieren; aber - ich bin auch kein ausgewiesener textilfahrer, fahre damit nur ganz sporadisch herum, bevorzuge meist leder.

und ich muss zugeben, dass die bereits erwähnte, mehr als doppelt so schweineteure rukkajacke, die ich mal spazieren fahren konnte, im hinterkopf mitfuhr. und die machte, ausser stürzen, alles besser; und dermassen gut, dass ich sie damals am liebsten behalten hätte.

 

das schmälert die polo-aktion jedoch nicht, die finde ich klasse; nicht als peripherer blogger, sondern als konsument von motorradzeugs, der so einen einblick bekommt, wie sich eine textiljacke im mittleren preissegment fährt.

 

die aktion läuft noch bis zum 30.11.12, die witterung ist ideal für ein paar tage textiler probierfahrt. vielleicht habt ihr ja mehr glück als ich und es regnet dann.

 

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    beasty (Freitag, 25 Januar 2013 19:57)

    Der gesamte Beitrag liest sich sehr zäh und diverse (zum großen Teil falsche) Kommasetzung kann man eigentlich getrost weglassen wenn man nicht im gleichen Zug Wert auf Groß- und Kleinschreibung legt. Zum Inhalt, auch wenn man davon absieht dass hier (wie in einem Erfahrungsbericht üblich) äußerst subjektiv geurteilt wurde, finde ich die meisten kritisierten Punkte unzutreffend und kann sie als glücklicher Besitzer der Jacke nicht nachvollziehen. Meine ist winddicht - überall und auch bei Tempo 130+. Die angesprochenen Handlingprobleme mit den Handschuhen hatte ich nie: Handschuh an, fertig. Und das Verstauen vom Geldbeuten usw. in der Tasche funktioniert durch den _seitlichen_ Eingang hervorragend. Der Klett hebt und mir ist noch auf keiner Tour etwas herausgefallen, auch mein viel zu kleines Handy nicht! Einen Sturz hatte ich bisher nicht, aber als Fazit: Die Jacke ist top - Sommer wie Winter und ihren Preis absolut wert! Wer mehr hinlegt nur damit Rukka draufsteht ist selbst schuld.

"riding shouldn't be about electronics, the limit is yours and yours only" (simon crafar)