das vollglück der beschränkung. abseitige gedanken zum fahren mit db-eatern

foto: r.b. /pixelio.de
foto: r.b. /pixelio.de

 

 

das vollglück der beschränkung.

abseitige gedanken zum fahren mit db-eatern.

 

weil antifah.de, das so gerne massentauglich wäre, es zu meinem bedauern nicht ist, bieder wie die zeiten nunmal sind, kann ich hier folgerichtig auch gleich ein paar abseitige sätze zu db-eatern machen:

 

es gibt motorradmotoren, die fahren sich mit db-eatern brutal zugeschnürt.

vielleicht ist das konzept- oder auch nur modellabhängig, vielleicht gilt es für alle motoren. ganz sicher ist es abhängig vom einsatz.

auf der stvo-landstrasse kommt das kaum zum tragen, weil ein halbwegs leistungsstarker und ausreichend behubter motor egal welcher konstruktion bei 100 eh nur mit ein paar drehzahlen vor sich hin pöttelt, säuselt, brummelt. fordert man von dem motor aber, wofür er womöglich gebaut ist, sport und drehzahlen nämlich, macht er das genauso schlecht, wie ein athlet sprinten würde, dem man dabei den hals zu drückt. bekommt der eine schlicht zu wenig luft, hat der motorradmotor mit den db-eatern im topf einfach zu viel staudruck, um frei zu laufen. und das weit vor seiner nenndrehzahl; es geht also nicht um ein paar ps spitzenleistung.

 

leise motorräder werden nicht gehört.

auch nicht von wilden viechern.

wer erst nach ausgiebigem frühstück vormittags um 10 los rollert, wird das phänomen kaum kennen; hingegen, wer bereits ganz früh morgens unterwegs ist, auf dem weg zur arbeit oder weil er hunderte von kilometern vor sich hat mit solch einem leisen krad, wird dem wild allzu häufig begegnen in wald und flur. mit einem lauten motorrad dagegen sind die strassen der wälder und wiesen schön freigeräumt.

 

für die akzeptanz des motorradfahrens ist das vorhandensein von db-eatern egal.

häufig ist von motorradfahrern zu hören, dass es die sogenannten lauten krawallbrüder seien, die die ganze motorradfahrerschaft unnötig diskreditieren. ihnen müsse, für die akzeptanz des hobbys in der breiten öffentlichkeit, einhalt geboten werden.

daran glaube ich nicht.

es wird nur eine verschiebung stattfinden; ich stelle nicht in abrede, dass an orten, an denen motorradfahrer in hellen scharen rumkurven, auch viel lärm entstehen kann; wenn aber der bereitwillig hingehaltene kleine lärmfinger abgehackt ist, bleiben immer noch vier weitere, die am gasgriff drehen.

und dann rücken eben die eh schon verunglimpften so genannten raser in den mittelpunkt oder das ach so gefährliche fahren ohne eine für hinreichend erachtete schutzkleidung, usw.

die ganze motorradfahrerhand muss ab!

 

motorradfahren findet zunehmend in einem umfeld statt, das eine sportliche haltung zu einem kraftfahrzeug generell immer weniger toleriert; eine sportliche optik des fahrzeugs bleibt erlaubt, bewegt werden aber muss es zurückgenommen und gleichförmig.

der kern des konflikts sind nicht die db-eater, sondern nach rund 200 jahren die rückkehr des biedermeier und der maxime eines 

vollglücks der beschränkung.

 

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