metzeler m5. 2522 km. noch furzen die elefanten.

der metzeler sportec m5 interact hat einen nichtschräglagenanzeiger.

sinnvollerweise beginnt der ziemlich in der mitte des reifens und endet weit vor dem flankenende.

der m5 hat aber auch einen schräglagenanzeiger:

kleine furzende elefanten.

 

die machen das, funkelnagelneu wie die reifen sind, noch dreistrophig. mit zunehmender schräglage und laufleistung werden sie das bald schon nur noch in zwei strophen tun; dann werden es nurmehr eingestrichene fürzchen sein, schmale hauche, die ihnen entweichen; und auch die werden irgendwann verschwunden sein, wie die elefanten selbst; aufgerieben in den krümmungen eines unendlichen motorradkosmos.

 

 

 

 

2.522 strassenkilometer später, jeder einzelne davon trocken, furzen die elefanten so:

 

meine eindrücke bisher.

gibt´s nicht, ohne dass ich nochmal ausdrücklich darauf hinzuweise, dass ich weder ahnung von motorradreifen habe, noch fahrerische fähigkeiten, die meine wahrnehmungen besonders qualifizieren würden.

 

ich finde, die reifen sind gut.

und ich finde, sie sind inhomogen.

weil sich vorder- und hinterradreifen sehr unterschiedlich anfühlen; klar, könnte man einwenden, sie haben ja, abgesehen vom rund rollen, unterschiedliche aufgaben zu erfüllen; trotzdem: noch bei keiner reifenpaarung hatte ich ein derart ausgeprägtes gefühl von anderssein zwischen vorder- und hinterreifen.

 

fangen wir hinten an: klasse transparent, beim gasaufziehen in schräglage habe ich das gefühl, mit dem arsch direkt im reifen zu sitzen, der grip ist wunderbar zu spüren; so lässt es sich früh und ziemlich saftig aus der kurven heraus beschleunigen.

gefahren bin ich mit einem luftdruck von 2,5 bar, nach meiner erfahrung ein wert, der bei meiner statur (hänftling) hinten immer gut funktioniert.

 

mit 2,5 fahre ich mittlerweile auch vorne. die 2,3 bar, mit denen ich zu anfang losrollerte, fühlten sich an, also müsse ich den reifen vor der kurve aus einer strassenbahnschiene lupfen.

 

mit dem höheren luftdruck passt´s besser, so ist er nur auf den ersten metern schwerfällig; aber auch danach geht er aus einem etwas schienigen geradeauslauf in schräglage; und in der bleibt er, obwohl durchaus beweglich, ebenfalls immer etwas spurig.

ich werde nächstens mit dem luftdruck noch einen ticken höher gehen, um auszuprobieren, ob sich sein verhalten damit ändert.

auf schlechter strasse ist das ein ziemlich zappeliges.

jede kante, jede sicke gibt einen impuls in die lenkung. vor allem beim bremsen. das bedeutet nun nicht, dass er von dem weg, den ich vorgebe, abkommt, den behält er durchaus bei. nur wenn ich den reifen auf der vorderradbremse in die kurve laufen lasse, reagiert er auf unebenheiten mit einem aufstellmoment.

 

ingesamt hatte ich den eindruck, dass die metzeler wegen ihres schienenden laufs vorne und dem wunderbaren gefühl zum hinterrad bei mir das fahrverhalten befördern, möglichst früh die last und damit die lenkung des motorrads nach hinten zu nehmen; was ja beileibe nichts schlechtes ist, im gegenteil, es ist zum einen sicherer, zum anderen womöglich auch noch flotter.

 

mal sehen, welche eindrücke weitere kilometer bringen werden. und ob die vielleicht auch mal nass sein werden.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

"riding shouldn't be about electronics, the limit is yours and yours only" (simon crafar)