continental road attack 2

so war´s: als ich vor einigen jahren meine haltung zum motorrad änderte, vom superbike lenker einer tuono wieder runter zum gekröpften der mille, nahm ich meine reifen mit. oder richtiger: meinen bis dato präferierten typ, der mir guten grip, ein prima nässeverhalten und vor allem laufleistung, laufleistung, laufleistung geboten hatte, den noch nicht interactiven metzeler z6.

auf der mille aber fuhr der sich nicht ganz so gut wegen seiner recht flachen kontur; auf der tuono hatte mich das nicht weiter gestört - dank einer sitzhaltung mit ziemlich aufrechtem rücken und einem breiten lenker als hebel konnte ich die kurz und hart abknickend in die kurve schmeissen; die mille mit ihrem gekröpften, vergleichweise schmalen lenker und der in den vorderbau fliessenden sitzhaltung dagegen will eher weich in die kurve hineingeglitten werden.

und so stieg ich um auf einen reifen mit einer das begünstigenden steileren flankenkontur, den continental road attack 2.

 

so war´s aber auch: ich sass auf ein glas wein mit einem contitestfahrer zusammen und wir sprachen über das, über was contitestfahrer immer sprechen, wenn sie auf ein glas wein mit einem anderen motorradfahrer zusammensitzen: er erzählte mir also von black chili, continuous compound, traction skin...

...und von seiner erfahrung mit dem reifen auf der landstrasse, der rennstrecke. und der recht anständigen laufleistung, die bei all der fahrerei machbar ist; das hatten wir tagsüber zusammen getan, so konnte ich den guten wert seiner aussagen beurteilen. was ja allemal das wichtigste ist, wenn man reifenrat bekommt.

und so stieg ich um auf den continental road attack 2.

 

der mir seither ein lieber begleiter war. im nassen, im trockenen, bei gelegentlichen kurzen ausflügen auf den rundkurs. mit der machbaren laufleistung habe ich mich arrangiert, statt 8.000 oder mehr hinten wie beim z6 waren`s nur noch deren 6; auch vorne.

ich mag den conti auf meiner aprilia rsv 1000 rr factory.

 

ganz anders erging es mir mit ihm auf einer suzuki gsx1250fa. die leichte tendenz des road attack 2 zur trägheit, auf der mille für mich in tolerablem rahmen, war dort eine regelrecht verdriessliche, teigige schwerfälligkeit; vielleicht liegt das an den rund 50 kilo, die das banditderivat gegenüber der mille schwerer ist. oder und auch an ihrer komplett anderen fahrwerksgeometrie und der vergleichsweise stumpfen federung. auf der vollverkleideten bandit funktionierte der road attack 2 für mich überhaupt nicht.

 

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