hau ab eu!

hau ab eu!

ruft eine grosse britische motorradzeitschrift, die motorcyclenews (mcn).

und zum protest auf gegen den zwang zum abs.

 

was hier in deutschland selbst antifah.de unter aufbietung aller verfügbaren ressourcen nicht möglich war, nämlich den gemütlichen deutschen hund hinterm ofen vorzulocken, und die „mir brauchet ä gsetz!“- sicherheitsfanatiker von der erhabenen schönheit der freiheit zu überzeugen, das ist in grossbritanien möglich.

 

es wird also am kommenden dienstag, den 22.11. in brüssel eine protestfahrt zum eu-parlament geben, wo an diesem tag der federführende imco-ausschuss sein votum zu den von der eu geplanten neuregelungen abgeben wird. es ist davon auszugehen, dass das eu-parlament in seiner mehrheit diesem votum folgt.

 

dabei lehnt die mcn nicht nur die abs–pflicht ab. es sind noch andere unschöne dinge geplant, die die briten auf die strasse bringen: so soll es einen diagnosestecker am motorrad geben, mit dem sich jede unerlaubte bauliche veränderung nachweisen lässt. durch eine im system hinterlegte fehlermeldung soll der rückbau erzwungen werden.

dann wäre also schluss mit kürzeren endantrieben, um wegen emmissionsvorschriften unsäglich lang übersetzte motorräder fahrbarer zu machen. oder mit endtöpfen, die ein bisschchen weniger kat enthalten oder einer schärferen nockenwelle, die den luschig abgestimmten motorlauf verträglich pimpt. einige stimmen, wie die von chris hodder von der britisch motorcycle federation (bmf) - das pendant ist der bvdm hierzulande - befürchten sogar, dass das customizing damit generell unmöglich gemacht wird.

 

übrigens ist es nicht das erste mal, dass die briten wegen der geplanten neuregelungen auf die strasse gehen: bereits im september kam es auf der insel ebenso wie in nordirland zu umfangreichen protesten.

 

 

 

 

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"riding shouldn't be about electronics, the limit is yours and yours only" (simon crafar)